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Moldawien

Tradition und Kultur

Das kulturelle Erbe ist reich an einer Vielzahl transnistrischer Bräuche und Traditionen. Diese sind mit vor allem Volksmusik, Tänzen, Liedern, der Herstellung von Haushaltswaren und Schmuck verbunden. Viele der heutigen Traditionen sind das Produkt aus einer Mischung der Geto-Dacian-Kultur mit den Kulturen der einstmaligen Invasoren, wie die Griechen, Slawen und Römer.
Die Mehrzahl moldawischen Traditionen sind mit Hochzeiten und Taufen verbunden. Auf jeder Hochzeit  gibt es die moldawische Volksmusik und den Tanz. Die beliebteste Tanz ist der Chor.

Chor, ist ein Tanz, bei der sich mehrere Menschen an den Händen halten. Sie bilden dabei einen Ring und bewegen sich dazu im Kreis. Solche Ringe können auch mehrere sein, die sich wiederum mineinander verbinden, oder sich in jeweils entgegen gesetzte Richtungen bewegen. Dies alles wird von Live-Musik begleitet und quasi choreografiert.

Der Rhythmus der moldawischen Volksmusik ist in der Regel schnell und fröhlich, es gibt aber auch einige traurige Motive. Eine der wichtigsten Quellen der Volksmusik ist Doina. Doina ist ein lyrisches Lied, das auf dem Territorium der Republik Moldau schon lange vor der Ankunft der Römer entstand. Das Lied ist traurig und wird zumeist in Zeiten von Verlust und Trennung gesungen.

Es gibt dann noch spezielle Weihnachtslieder, die in der Zeit der Einführung des Christentums entstanden sind. Sie werden entsprechend während der religiösen Feiertage wie Weihnachten und Heilige Drei Könige gesungen und gespielt.

Koladki

Koladki ist ein Ritual  der Umrundung der ländlichen Häuser. Eine Gruppe von Menschen in Trachten, mit  Masken und Fellen erhält im Austausch  für Lieder und Tänze einen symbolischen Preis in Form von Lebensmitteln, Wein oder andere Geschenken.

Martsishor

Eine ganz wichtige Tradition ist Martisor. Das Martisor ist ein typisches Geschenk zum 1. März. Es besteht aus einer rot-weißen Schnur, meistens mit einem kleinen Anhänger, und ist oft an einer Bluse oder einem anderen Kleidungsstück befestigt. Es wird von Frauen und Kindern vom 1. März an, ein bis zwei Wochen lang getragen. Das Martisor symbolisiert den Frühling und wird von Verwandten oder guten Freunden, oftmals zusammen mit einem Schneeglöckchen, verschenkt.

Diese Tradition stammt aus Rumänien und Moldawien, wo der Name Mărțișor („kleiner März“) gleichzeitig auch den 1. März als Frühlingsanfang begrüßt wird.

Die Ursprünge des „Märzchens“ sind nicht genau bekannt. Vermutet wird, dass es zu Zeiten des Römischen Reiches als der erste Tag im Neuen Jahr (1. März) gefeiert wurde und als Frühlingsanfang galt. Am Anfang wurden aus Schafswolle zwei Fäden, rot und weiß, gesponnen und von den Frauen den Männern geschenkt, die sie sich um das Handgelenk banden. Die beiden Farben symbolisieren den Schnee und die Sonne. Unter dem Schnee schlummern die keimenden Körner der Feldfrüchte, die von der Sonne ans Licht geholt werden. In dieser Zeit begann die erste Feldarbeit.

Der Brauch hat sich dann in andere Richtung entwickelt: Heute bekommen Frauen das „Märzchen“ geschenkt, und an dem Faden sind Glücksbringer befestigt: ein vierblättriges Kleeblatt, ein Hufeisen, ein Schornsteinfeger, ein Schlüssel oder ein Schloss usw. Man trägt das „Märzchen“ so lange, bis man einen blühenden Baum sieht, dann wirft man es in den Baum und wünscht sich etwas.


In Moldawien ist auch die Handstickerei weit verbreitet. Noch bis vor kurzem gab es kein Dorf, in dem Frauen nicht mit Stickerei ihre Kleidung, Gardinen, Tischdecken und Handtücher verzierten.

Die moldawische Stickerei zeichnet sich durch Farben und gemusterte Themen aus. Oft gibt es Muster wie Flüsse, Sterne, Küken oder Schmetterlinge.

Die betroffenen Kinder brauchen dringend und sobald wie möglich unsere Hilfe. Bitte unterstützen Sie unser Kinderhilfsprojekt mit einer Geldspende.

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